„Sie Machen Den Leuten Angst“

Levitra ist ein Arzneimittel, das die erektile Dysfunktion behandelt. Ein weiterer Wirkstoff zur Therapie der erektilen Dysfunktion ist Yohimbin, der im Gehirn wirkt und umso mehr bei psychisch bedingten Potenzstörungen zum Einsatz kommt. Der schnelle Einsatz von Antidepressiva erscheint ebenso wenig angeraten wie die Verordnung von Beruhigungsmitteln (Benzodiazepine vom Typ Valium) oder Aufputschmitteln (Dexidrin, Modafinil). Medikamente, die am häufigsten depressive Symptome verursachen können, sind Antikonvulsiva, Benzodiazepine (nun gar nach Entzug), Zytostatika, Glucocorticoide, Interferone, Antibiotika, Statine, Neuroleptika, Retinoide, Sexualhormone und Betablocker. Patienten mit Depression haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Stoffwechselerkrankungen, vor allem für Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit). Hierdurch werden quälende Angstzustände, umso mehr auch Selbsttötungsgedanken, abgemildert. Die im Laufe der Therapie für den Patienten wahrnehmbar werdenden, zugrundeliegenden Motive, Gefühle und Bedürfnisse sollen dadurch in das aktuelle Leben integrierbar werden. Mit einer oft zitierten Häufigkeit von ungefähr 10 bis 15 Prozent ist diese sogenannte postnatale Depression man kennt das. Durch viele klinische Untersuchungen an Patienten mit Depression ist eindeutig nachgewiesen, dass Antidepressiva wirksam sind. Diese Beschwerden treten auch bei gesunden Menschen im kontext der Trauer nach einer Verlusterfahrung auf und müssen sich im Erscheinungsbild nicht von einer Depression unterscheiden; sie gehen jedoch in Summe ohne sichtbare Einwirkung von außen wieder vorüber.

Die somatisierte (≠ somatische) Depression (auch maskierte bzw. larvierte Depression genannt) ist eine Depression, bei der körperliche Beschwerden das Krankheitsbild prägten. Ist das Ziel nicht die Prävention, sondern die Behandlung der Depression, ist laut einer Metastudie von 2019 einen Monat lang in jeder woche dreimal 45 min Sport notwendig für eine Stimmungsverbesserung. Ziel jeder Depressionstherapie ist immer die vollständige Wiederherstellung des psychischen Befindens. Dies können etwa Befürchtungen entsprechend die Mutterrolle oder die Gesundheit des Kindes sein. Typische Symptome einer Depression sind gedrückte Stimmung, häufiges Grübeln, das Gefühl von Hoffnungslosigkeit und ein verminderter Antrieb. Eine von welcher University College London veröffentlichte Arbeit zeigt, dass schwere depressive Symptome eine akute Minderdurchblutung des Herzens auslösen können. Diese Zahlen entsprechen etwa der einer Therapie des Bluthochdrucks, auch hier bleiben 5-10 % der Patienten therapieresistent. So spricht auch etwa ein Drittel der Patienten nicht oder nur unzureichend auf Medikamente an, die monoaminerge Systeme beeinflussen. Nach einer deren Cochrane Collaboration veröffentlichten systematischen Übersichtsarbeit von 2015 können keine Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit von Lichttherapie zur Prävention (Verhütung) neuer depressiver Episoden gezogen werden.

In der Wahrnehmung der (Fach-)Öffentlichkeit wird die Wirksamkeit von Antidepressiva eher überschätzt, da Studien, in denen das Antidepressivum besser als Placebo abschnitt, sehr viel häufiger in Fachjournalen publiziert werden, als solche, in denen das Antidepressivum Placebo nicht überlegen war. Die neuen Antidepressiva, die wir heute einsetzen, zeigen diese Nebenwirkungen nicht oder stark vermindert, dafür aber andere, die zwar weniger unangenehm sind, mit denen wir aber auch noch nicht vorliebnehmen können. Vor nicht langer Zeit, in denen man lediglich zwischen Potenzmittel Viagra, Cialis und Levitra rezeptfrei wählen konnte, sind vorbei. Der Wirkstoff von Cialis heißt Tadalafil. Diese wiederum sind, laut Seligman, ursächlich für die Entstehung von Depressionen. Bestimmte Abweichungen, die für die Entstehung von Depression ausschlaggebend sind, konnten jedoch bislang (Stand Dezember 2015) trotz extrem umfangreicher Suche noch nicht gefunden werden. Das Ergebnis überraschte die Forscher, weil bisherige Studien einen umgekehrten Zusammenhang zu suggerieren schienen: Diese vorangegangenen Studien hatten aber durchaus nicht den Umfang der 2015 veröffentlichten Untersuchung, für die 20 Jahre lang Gewichts- und Gesundheitsdaten von 1.958.191 durchschnittlich 55 Jahre alten Briten erhoben wurden. Im Jahre des Herrn 2011 wurde von mehreren Fachgesellschaften wie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) eine Versorgungsleitlinie betreffend Depression erarbeitet. Der Effekt war für einen Teil der Testpersonen auch zwei Jahre nach Ende des geführten Trainings noch nachweisbar.

Umgekehrt gilt, dass eine Verbesserung des Schlafes (Schlafhygiene) sich bessernd auf eine Depression auswirken kann. Von 2000 bis 2013 hat sich die Zahl der verordneten Tagesdosen von Antidepressiva fast verdreifacht. Vergleicht man eine beachtliche Anzahl an Patienten mit Depression, dann gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen genetischer Disposition und äußeren, als Stresssituationen empfundenen Belastungen, die eine Depression auslösen können. Der Anstieg der Zahl an Krankenhausbehandlungen spiegelt jedoch nicht den der Behandlungstage wider, da sich die durchschnittliche Verweildauer im krankenhaus gleichzeitig verkürzte. In kaum einem anderen Bereich der Medizin tritt der Laie so kompetent als Experte auf als wenns darum geht zu erklären, wo eine Depression herkommt und was man dagegen tun muss, damit sie wieder verschwindet. Problematisch ist die Anwendung von Johanniskraut, sogar wenn andere Medikamente eingenommen werden, da Johanniskraut in der Leber einige Stoffwechselprozesse aktiviert, die zu unerwünscht raschem Abbau von Arzneimitteln führen. Krankheit vorrätig, wenn die Symptomatik unverhältnismäßig lang anhält bzw. in Schwere und Dauer in keinem angemessenen Verhältnis zu den symptomauslösenden Faktoren steht. Auch chronische Infektionen mit Krankheitserregern wie Streptokokken (früher auch das Virus der Bornaschen Krankheit) lauten Verdacht, Depressionen auslösen zu können. Die nach ihrem Gründer Sigmund Freud benannte Psychoanalyse hat für die Behandlung schwerer Depressionen keine Bedeutung, obwohl dies bei weitem weiterhin diejenige Methode ist, für die am meisten Geld ausgegeben wird (75 % des Gesamtbudgets der Krankenversicherungen für therapeutische Einzelverfahren).